Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein Schock. Neben Ängsten und Unsicherheiten tauchen viele Fragen gleichzeitig auf, mit denen man sich befassen muss, u.a. auch zum Thema Ernährung. Diese spielt für unsere Gesundheit und Gesundung generell eine ganz entscheidende Rolle. Bei einer Krebserkrankung gibt sie dem Patienten im Rahmen einer supportiven Therapiemaßnahme die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

Christiane Wader

eine Krebspatientin, erzählt hier Ihre Geschichte und was sie dazu veranlasst hat, ihre Ernährung komplett auf ketogen umzustellen.

MEIN LEBEN MIT DER KETOGENEN ERNÄHRUNG BEI KREBS

Anfang 2010 stand für einen Moment die Welt still, Diagnose Brustkrebs und das im Alter von nur 27 Jahren.

erdbeerenEntschlossen nahm ich den Kampf gegen meinen Krebs auf und begann den ersten Schritt meiner Therapie, die Behandlung mit Zytostatika (Chemotherapie). Im Anschluss folgten eine Operation an der Brust, die Entnahme der Lymphknoten im linken Achselbereich und die Bestrahlung dieses Bereichs.

In der darauf folgenden Anschlussheilbehandlung erzählte mir zum ersten Mal ein Mitpatient, dass Zucker im Zusammenhang mit dem Wachstum von Krebszellen stehen könnte. Alle medizinischen Koryphäen in meinem Umfeld beruhigten mich Naschkatze mit den typischen Sätzen „Lassen Sie sich nicht stressen, das ist nicht bewiesen“ oder „Quälen Sie sich nicht, gönnen Sie sich ruhig etwas“.
Entsprechend änderte ich nichts und griff weiter zur Schokolade, welche ich mein Leben lang so gerne gegessen hatte. Nach einer so existenziellen Diagnose wird man dennoch etwas bedachter, versucht seinen Körper aufzubauen und nicht zu stressen.
Die Lebensmittel in meinem Einkaufswagen waren nun vermehrt biologisch angebaut, regional geerntet und enthielten weniger bis keine Zusatzstoffe. In Folge dessen beginnt man unweigerlich, vermehrt selber zu kochen und Speisen eigenständig zuzubereiten.

kroatien
Sportlich in Kroatien

Überdies lernte ich von den Therapeuten der Rehabilitation und meinen behandelnden Ärzten, dass Sport eine sehr gute Krebsvorsorge darstellt. Die Verbrennung wird angekurbelt, Fettgewebe reduziert, welches eher negativ wirkende Hormone produziert, und das Immunsystem wird parallel verbessert. Sportlich war ich von jeher, die anhand von Studien festgesetzten Vorgaben des Präventivsports waren jedoch konsequenter. Der Patient sollte fünf mal die Woche für etwa 30 Minuten Ausdauersport betreiben. Ich setzte alle Hebel in Bewegung, um nach meiner Rehabilitation auch zu Hause eine gute sportliche Betreuung gewährleisten zu können. Während meiner Wiedereingliederung in den Berufsalltag versuchte ich täglich zu joggen. Laufen ist die einfachste Sportart, um kontinuierlich und ohne großen Umstand aktiv zu sein. Doch auch wenn der Laufsport allein wegen der Zeitersparnis die Wahl meiner sportlichen Betätigung war, scheiterte ich in der Ausführung. Ballett, Tennis, Volleyball, Tanzen, Reiten und später Crosstrainer machten mir jahrelang Spaß, Joggen blieb mir ein Rätsel. Dank eines Krebs- und Sportprogramms der Münchner Klinik Rechts der Isar lernte ich jedoch von den dortigen Therapeuten einen besseren Laufstil und hatte eine permanente Überwachung meines Trainingsfortschritts.