Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein Schock. Neben Ängsten und Unsicherheiten tauchen viele Fragen gleichzeitig auf, mit denen man sich befassen muss, u.a. auch zum Thema Ernährung. Diese spielt für unsere Gesundheit und Gesundung generell eine ganz entscheidende Rolle. Bei einer Krebserkrankung gibt sie dem Patienten im Rahmen einer supportiven Therapiemaßnahme die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

Christiane Wader

eine Krebspatientin, erzählt hier Ihre Geschichte und was sie dazu veranlasst hat, ihre Ernährung komplett auf ketogen umzustellen.

Anfang 2012 änderte sich mein Leben nochmals grundlegend. Wodurch entstand die drastische Umkehrung und was war der Wandel?

Im Rahmen der Diagnostik im Herbst 2011 wurde zur Bildgebung ein sogenanntes PET CT (Positronen-Emissions-Tomographie kombiniert mit der Computertomographie) eingesetzt. Hierbei wird radioaktiv markierte Glukose eingesetzt, da Entzündungen (dazu gehören ebenfalls bösartige Tumore oder Metastasen) einen im Vergleich zu gesundem Gewebe wesentlich erhöhten Glukosestoffwechsel aufweisen. Siehe da, der Fingerzeig auf den Zucker erreichte uns abermals, nur dieses Mal direkt im klinischen Bereich.

Wenn Organe befallen sind und der Krebs zurückgekehrt ist, gilt der Patient als unheilbar erkrankt und eine entsprechende Angst überkommt einen. Daher gingen wir der Frage nach, auf welchen Wegen wir an belastbare Informationen hinsichtlich Krebs und Zucker gelangen könnten. 

Brotzeit
Brotzeit

Mein Mann hat schon vor Jahren im Rahmen von firmenunterstützten Gesundheitschecks die low carb Ernährung in der Klinik Überruh, Isny, kennengelernt. Wir ernährten uns bereits seit einiger Zeit nach der LOGI (low glycemic index) Methode. Bei dieser kohlenhydratreduzierten Ernährung fühlten wir uns leistungsfähiger und sammelten Erfahrung in Bezug auf Lebensmittel, Rezepte und die Organisation dieser Ernährungsform im Alltag.

Im Rahmen unserer Recherche fragten wir bei Dr. Peter Heilmeyer, Isny, nach. Er empfahl uns als Lektüre eine Broschüre von Prof. Ulrike Kämmerer (Biologin am Universitätsklinikum Würzburg) bezüglich der ketogenen Ernährung bei Krebserkrankungen. Er riet mir im ersten Schritt zu einer Umstellung der low carb Ernährung auf ein strenges low carb (maximal 80 Gramm Kohlenhydrate pro Tag), um dann Schritt für Schritt bei der ketogenen Ernährung anzukommen. Kurz darauf traf ich auf einer Tagung Frau Prof. Kämmerer persönlich, nach einem intensiven Gespräch nahm sie mich unter ihre Fittiche. Dank ihrer überzeugenden Schilderungen und vielen praktischen Tipps startete ich motiviert mit der ketogenen Ernährung.