Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein Schock. Neben Ängsten und Unsicherheiten tauchen viele Fragen gleichzeitig auf, mit denen man sich befassen muss, u.a. auch zum Thema Ernährung. Diese spielt für unsere Gesundheit und Gesundung generell eine ganz entscheidende Rolle. Bei einer Krebserkrankung gibt sie dem Patienten im Rahmen einer supportiven Therapiemaßnahme die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

Christiane Wader

eine Krebspatientin, erzählt hier Ihre Geschichte und was sie dazu veranlasst hat, ihre Ernährung komplett auf ketogen umzustellen.

Wie geht man diese Umstellung an?

Wie schafft man es, dass das Zubereitete trotz neuer und manchmal seltsamer Zutaten sehr lecker schmeckt? Kann man mit der ketogenen Ernährung glücklich sein und nicht permanent das Gefühl haben, auf irgendwelche ach so wichtigen Dinge zu verzichten?
Die Basis ist selbstverständlich ein gutes Wissen über die Nährwerte. Auch sollte man versuchen, nicht beharrlich an die Lebensmittel zu denken, die man nicht mehr essen darf. Vielmehr ist es hilfreich, sich jene Naturalien anzuschauen, deren Nährwerte passen würden. Nun kann man überlegen, worauf man Hunger hätte und der erste große Schritt ist getan.

Quiche
Quiche

Nichtsdestotrotz bestanden meine Gerichte am Anfang oft nur aus Salat und Gemüse mit Fisch oder Fleisch. Mit ein wenig Kräutern und Gewürzen schafft man aber schon etwas sehr Leckeres. Dennoch war ich zu Beginn manchmal unzufrieden, sobald Besuch ins Haus kam oder es um den süßen Anspruch ging. Hier halfen mir häufig die Broschüren von Prof. Kämmerer, meine Fibeln der ersten Monate als Ketorianer. Weiterhin kaufte ich mir zahlreiche low carb Kochbücher und surfte im Internet auf low carb Seiten, stets auf der Suche nach Rezepten und Anregungen. Mit etwas mehr Erfahrung mit kohlenhydratarmen Lebensmitteln gelang es mir immer besser, ein „normales“ oder low carb Rezept in ein ketogenes abzuwandeln. Daneben schaffte ich es immer öfter, Familie, Freunden und Bekannten aufzuzeigen, dass eine ketogene Diät nicht Verzicht bedeutet. Einige kochen und backen mittlerweile Rezepte im Alltag nach und haben ihnen bislang unbekannte und außergewöhnliche Lebensmittel für sich entdeckt.

Köstliches Dessert
Köstliches Dessert

Vieles kann mit alternativen Lebensmitteln ähnlich hergestellt werden und ist häufig überrauschend gut, oft schmeckt es sogar besser durch die teils reichhaltigeren Produkte. Manche Versuche scheitern aber auch oder bringen nicht das gewünschte Ergebnis. Hier erfordert es ein wenig Durchhaltevermögen, meist hat man irgendwann die zündende Idee und kann ein Gericht doch noch in die ketogene Form abwandeln. Das Ausleben der Kreativität macht Spaß und beim Verzehr von gelungenen Eigenkreationen fühlt man sich zunehmend bestätigt, den richtigen Weg gewählt zu haben.

Eine Ernährungsumstellung bereichert die häufig eingefahrenen Essensgewohnheiten und lässt eine breite Palette Unbekanntes in den Haushalt einziehen. Kohlrabi gehörte früher nicht auf meine Einkaufsliste, jetzt esse ich diesen Kohl oft roh mit anderem Gemüse und Dips oder gekocht, beispielsweise in Sahnesoße. Ein Püree aus Petersilienwurzel oder Pastinaken mit Frischkäse, Sahne und ein paar Gewürzen ist köstlich! Haben Sie schon einmal Mandelmus probiert? Ich stelle es ab und an selber her und mische ein paar Haselnüsse unter. Mit Wasser gemixt entsteht Mandelmilch, welche darüberhinaus hervorragend für Cappuccino aufgeschäumt werden kann.