Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein Schock. Neben Ängsten und Unsicherheiten tauchen viele Fragen gleichzeitig auf, mit denen man sich befassen muss, u.a. auch zum Thema Ernährung. Diese spielt für unsere Gesundheit und Gesundung generell eine ganz entscheidende Rolle. Bei einer Krebserkrankung gibt sie dem Patienten im Rahmen einer supportiven Therapiemaßnahme die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

Christiane Wader

eine Krebspatientin, erzählt hier Ihre Geschichte und was sie dazu veranlasst hat, ihre Ernährung komplett auf ketogen umzustellen.

Warum probieren trotzdem kaum Erkrankte aus, ob man die Konsequenz und damit einen weiteren Baustein in der Krebsbekämpfung selbst aktiv einbringen kann?

Manche Mediziner liefern natürlich eine gute Ausrede mit “nichts ist bewiesen”. Die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sind komplex. Natürlich kann man sich nicht einfach gesund essen und die Forschung steht hier noch am Anfang. Einen eindeutigen Beweis mittels breit angelegter Studien gibt es bislang nicht. Aber warum nicht? Studien müssen nicht nur finanziert werden. Zusätzlich müssen die entsprechenden Patienten gefunden werden, welche sich monatelang ketogen ernähren, konsequent und unentgeltlich. Mittlerweile gibt es jedoch erste weiterführende Studien. Seit Herbst 2013 läuft in Bad Kissingen die KOLIBRI Studie hinsichtlich Brustkrebs und ketogener wie auch low carb Ernährung im Rahmen einer Rehabilitation. Im Klinikum Rechts der Isar, München, befasst man sich seit einiger Zeit mit der mediterranen Ernährung und Krebs. Hier läuft die LIBRE Studie speziell für Frauen mit genetischer Disposition.
Wir sind auf einem guten Weg und müssen diesen dringend weiter ausbauen!

Erfahrungen weitergeben
Erfahrungen weitergeben

Auf vielen Wegen versuche ich, meine positiven Erfahrungen zu transportieren, um anderen Patienten Mut in dieser Sache zu machen. Letzten Herbst drehte der bayrische Rundfunk einen Beitrag mit mir, der tatsächlich einige Patienten erreichte. Im Anschluss gründeten wir eine Facebook Gruppe, um eine Plattform zum Erfahrungsaustausch anzubieten und Anregungen weiterzugeben, wie der Alltag mit ketogener Ernährung und Krebs gut gestaltet werden kann.
Gerade im Bereich der Ernährung fehlt es an Personal im medizinischen Bereich, damit Patienten mit Fragen und auf der Suche nach Unterstützung, eine Anlaufstelle haben und Halt finden könnten. Nicht jeder Suchende hat von Beginn an gute Kontakte, hilfreiche Adressen oder die Möglichkeit und Energie, sich selbst auf die Suche zu machen. Woher weiß man, welche Informationen hilfreich sein könnten? Es gibt reichlich schwarze Schafe im komplementären Bereich, welche Krebspatienten mit Tinkturen, Salben und Ähnlichem sowie passenden scheinheiligen Berichten Geld aus der Tasche locken. Die ketogene Ernährung hingegen kostet nicht viel, lediglich den Mut und den Willen, es einfach auszuprobieren.