Ketogenes Wandern

Ketogenes Wandern

WandernEs ist Frühling, die Sonne scheint! Wer
bekommt derzeit nicht Lust, nach draußen
zu gehen? Krebspatienten wissen, dass sie
sich immer wieder etwas Schönes gönnen
sollen. Zusätzlich ist der Sport oder die
Bewegung immens wichtig. Warum also
nicht das Schöne mit der „Pflicht“ verbinden und raus – in der Natur zum Beispiel wandern gehen?

Metabolisches Äquivalent

Wandern ist die ideale Betätigung, um genügend metabolisches Äquivalent (engl. metabolic equivalent of task; MET) zu erlaufen. Schließlich gilt doch nach Studienlage (http://www.aerzteblatt.de/archiv/63651), dass 18 MET die angestrebte Zielerreichung für die Krebsvorsorge ist. Gleiches gilt natürlich für einen Fahrradausflug oder einer entsprechenden Betätigung, Ihren Vorlieben entsprechend.

LINK-Tipps

Hier können Sie nachschauen, welche Sportart Ihnen welche METs einbringen:
https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/Energieverbrauch_Aktivitaeten.html

Speziell der Laufsport wird hier betrachtet:
https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/Energieverbrauch_Aktivitaeten.html

Nun können Sie selber bestimmen, mit welcher Sportart und in welcher Intensität Sie den weiteren supportiven Ansatz der Sporttherapie nachgehen möchten.

Proviant für unterwegs

Aber zurück zum Essen… Während wir zu Hause schon selber ketogen kochen können oder ab und an Dr. Edibon Gerichte erwärmen, fühlen wir uns im unbekannten Terrain erneut verunsichert. Wie verbringt man die Rast? Wie versorgt man sich während des Ausfluges?
Kann das ketogen klappen? Na klar!

Portrait1Eine ketogene Wanderung kann sehr wohl funktionieren, allerdings wie stets- gut vorbereitet! Käse eignet sich nicht sehr gut, da die Wärme ihn doch recht schnell zu weich werden lässt. Anders verhält es sich mit Hartwurst und Nüssen (z.B. Macadamianüsse, gesalzene Mandeln, Paranüsse). Diese sind gut haltbar, lassen sich hervorragend verstauen und schmecken zudem noch sehr gut. Denken Sie für die Nusspackungen an einen Klipp-Verschluss, falls sie nicht sofort die komplette Packung vertilgen und keine Nüsse im Rucksack verteilt haben möchten. Wer etwas mehr Arbeit auf sich nehmen mag, backt am Vortag Ei-Muffins.

Rezept Ei Muffins

Hierfür kleidet man einfach mit etwas Schinken oder Speck die Muffin-Förmchen aus.
Nun füllt man diese mit

  • kleinen Gemüsestückchen, wie z.B. Zucchini, Paprika, Tomaten oder Spinat
  • Gewürzen wie z.B. Rosenpaprika, Kurkuma, Kräuter (Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum), Salz und Pfeffer.

Danach schlägt man entweder je Förmchen ein Ei darüber oder man verquirlt vorab ca. die Hälfte der Eier (1 Förmchen je 1 Ei) und vermengt anschließend die Eiermasse mit Sahne (1 EL je Ei) und verteilt diese Eiermasse gleichmäßig auf die Muffin-Förmchen. Wer mag, kann noch etwas Käse mit verquirlen oder oben auf die Mischung geben. Nach ca. 15-20 Minuten bei ca. 190 Grad kann man den fertigen Snack aus dem Backofen holen.

Noch mehr Ideen für die Unterwegs-Verpflegung

Wer mag, kann ebenso gekochte Eier vorbereiten oder für den süßen Zahn ein paar Kekse aus z.B. gemahlenen Mandeln, Kokosmehl und Ei mit entsprechenden Gewürzen backen. Da ich gerne immer etwas Frisches zu mir nehme, wahrscheinlich gibt es mir das Gefühl, gesund zu essen, habe ich meist noch diese kleineren Gurken mit im Rucksack. Diese entsprechen genau einer Portion und hinterlassen keinen Abfall.

Die genannten ketogenen Snacks sind perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch, doch ebenso können Sie damit das ggf. etwas geringere Angebot bei einer Einkehr ergänzen. Hier bietet sich vielleicht noch an, etwas selbst gebackenes und ketogen geeignetes Brot einzustecken. Schon ist eine Käse-Wurst-Platte mit reichlich Butter ein perfektes Essen auf einer Hütte.

Berechnen Sie bei der Vorbereitung Ihres Essen mit ein, dass der ketogene Imbiss meist viel kreativer und schmackhafter zubereitet wird, als die üblichen Snacks. So lecker, dass selbst die Freunde auf Ihre schnell eingepackten und meist mit vielen ungesunden Zusätzen verarbeiteten Mitbringsel lieber verzichten wollen. Plötzlich ist das sonst so „seltsame“, das „gesunde“ und meist als viel zu diätmäßig verschriebene Essen sehr spannend. Auf einmal wollen alle „nur mal so probieren“.

Da sie zu Hause eh schon dabei sind, Zeit in die Vorbereitung zu investieren, spendieren sie doch zeitgleich Zeit und Zutaten in die Überzeugungsarbeit der Freunde. Meistens sind die Mitwanderer anschließend überzeugt, dass das ketogene Essen nicht nur sehr lecker sein kann, sondern auch absolut alltags tauglich ist und man sich damit keiner Quälerei aussetzt. Immer vorausgesetzt, der ketogene Patient verfällt nicht in arges Gejammer beim Anblick eines Kaiserschmarrns auf der Alm. Falls sie hier Gelüste ereilen, bereiten Sie sich einfach nach – oder demnächst vor dem Ausflug – eine solche Speise in abgewandelter und ketogener Form zu (z.B. Mandel-Pancakes,

http://dr-edibon.de/magazin/smf_rezepte/mandel-pancakes

Schon fällt es auswärts hoffentlich nicht mehr so schwer, darauf zu verzichten.

Auf dem Gipfel – der Blick ins Tal

Wander ganzWas kann es an einem sonnigen Frühlingstag
Befreienderes und Entspannenderes geben, als
vom Berg aus hinunter ins Tal zu blicken? An einem
See den leichten Wellen auf dem Wasser
zuzuschauen oder einfach nur in der Natur
die Tiere und Pflanzen zu bestaunen? Wenn
man dies auch noch gesättigt tut, kann die Seele
atmen und wir haben uns in allen supportiven
Bereichen etwas Gutes getan!

Die ketogene Ernährung impliziert nicht, dass
man genau diesen schönen Dingen nicht mehr
nachgehen kann. Nein, meist entdeckt man sehr
kulinarische Snacks wieder, die vielleicht schon mal
in der Kindheit von der Mutter vorbereitet wurden

Mal ehrlich, ist es nicht so oder so viel netter mit einer Wurst und Nüssen zu rasten, anstatt mit gekauften Keksen, die voll von Chemie sind und man sich schon während des Verzehrs fragt, wo man die Verpackung am besten im Wald entsorgt?

Wir sehen und auf dem nächsten Gipfel!

Bis dahin viele ketogene Grüße,

Christiane Wader

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Christiane Wader
Christiane Wader ist selbst vor einigen Jahren an Krebs erkrankt. Sie hat sich schon zuvor Low Carb ernährt - seit ihrer Krebsdiagnose hat sie ihre Ernährung konsequent auf ketogen umgestellt.
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