Ghee, die geklärte Butter des Ayurveda

Ghee, die geklärte Butter des Ayurveda, selber herstellen.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, wie wichtig gesunde Fette für unseren Körper sind. Gerade in der Ketogenen aber auch in der Low Carb Ernährung spielen Fette eine große Rolle. Seit meiner Ernährungsumstellung schaue ich noch mehr darauf, welche Fette ich zum Kochen oder Braten verwende. Neben meinem Favoriten, dem Kokosöl, welches ich übrigens auch für die Körperpflege und Mundhygiene verwende, steht das Ghee, also die geklärte Butter, mit an oberster Stelle.

Was ist Ghee?

Ghee wird auch als Butterreinfett, Butterschmalz oder geklärte Butter bezeichnet – einfach deshalb, weil Ghee im Gegensatz zur normalen Butter weder Eiweiß noch Milchzucker und auch kaum Wasser enthält. Ghee besteht also zu fast 100 Prozent aus reinem Fett. (Butter hingegen besteht nur zu 80 Prozent aus Fett.) Alle übrigen Butterbestandteile werden bei der Herstellung des Ghees entfernt.

Das hat den Vorteil, dass es hoch erhitzbar ist und keine freien Radiale entstehen, die für oxydative Prozesse im Körper verantwortlich sind. Zudem ist Ghee lange haltbar und für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich.

Dem Ghee werden viele gesundheitliche Wirkungen nachgesagt. So soll es z. B. die Abwehrkräfte stärken, das Cholesterin senken, das Blut reinigen, die Bildung von Narben und Blasen verhindern oder auch zur Entgiftung angewendet werden.

Ich selbst verwende es hauptsächlich zum Braten oder zum Andünsten von Gemüse. Aber auch auf einem Stück frisch gebackenem Eiweißbrot ist es mit ein wenig Fleur de Sel ein Genuss. Ich habe noch gar nicht wirklich geschaut, ob es Ghee auch im Markt zu kaufen gibt, denn ich stelle meines immer selbst her. Es ist ganz einfach und heute möchte ich euch in ein paar Schritten zeigen, wie es geht.

So stelle ich es her

Als erstes stelle ich mir einen großen Topf und daneben eine große Schüssel bereit. Zum Abschöpfen des entstehenden Schaumes habe ich einen großen Löffel. (Ihr müsst selbst ausprobieren, mit welchem Hilfsmittel ihr besser arbeiten könnt, ohne zu viel gesundes Fett mit zu entfernen.)

Ich mache mir meistens eine größere Portion auf Vorrat. Dafür verwende ich die gute Bio Butter von hoffentlich glücklichen Kühen. Ca. 10 Stück bringe ich in einem großen Topf erst einmal zum schmelzen. Ich habe einen Induktionsherd und verwende hierfür Stufe 6.

Topf

Ist alles geschmolzen, stelle ich den Herd auf Stufe 4, sonst verbrennt die Butter. Wie ihr auf dem Bild schon sehen könnt, bildet sich nun eine weiße Schicht. Richtig geraten – das ist das „böse“ Eiweiß und der Milchzucker. Den müsst ihr jetzt versuchen, abzuschöpfen. Ihr braucht ein bisschen Geduld, denn es entsteht immer wieder neuer Schaum. Das ganze kann gut eine halbe Stunde dauern.

Topf LöffelTeller Löffel

Fertig seid ihr erst, wenn sich kein neuer weißer Schaum mehr bildet und die Butter klar aussieht. In meiner extra Schale habe ich nun ganz viel Eiweiß. Logischerweise wird das nicht mehr weiter verwendet und wird entsorgt. Ich bin jedes Mal überrascht, wie wenig Fett aus den 10 Stücken Butter noch übrig bleibt.

Zum Schluss fülle ich die geklärte Butter in ein Gefäß. Um auch den letzten Rest Eiweiß zu filtern, verwende ich immer ein Sieb und lege zusätzlich noch Teefilter hinein, die ich immer wieder austausche.

Ghee

Und fertig ist eurer selbstgemachtes Ghee! Ihr könnt es verschlossen mehrere Monate ungekühlt verwenden. Sollte es allerdings irgendwann ranzig schmecken, habt ihr etwas falsch gemacht.

In diesem Sinne guten Appetit.

Eure Steffi

Autor

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Stefanie Fröhlich
Stefanie Fröhlich ist selbst an Brustkrebs erkrankt und versucht sich seit einiger Zeit kohlenhydratarm zu ernähren. Dies allerdings, ist im Alltag nicht immer einfach, da ihre zwei Kinder und ihr Mann auch gerne Mal Pasta, Brot und Co. essen.
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