Richtig atmen und Stress abbauen

Die Atmung wird als etwas Selbstverständliches hingenommen, sodass wir uns in der Regel wenig um die Atemtiefe und –qualität kümmern. Doch was hat die Atmung mit einer Krebserkrankung zu tun? Sie hilft zum Beispiel, anders mit Angst und Schmerzen umzugehen. Wer die Atmung vor Schreck stoppt, spannt automatisch die Muskeln an. Der Atem also wird zum Spiegel der Seele. Wer sich aufmerksam beobachtet, stellt häufig fest, dass man die meiste Zeit des Tages angespannt ist und die Zunge unter dem Gaumen „klebt“. Dies hat zur Folge, dass der Atem flacher wird und die Schulter-, Nacken– und Rückenmuskulatur angespannt ist. Durch die flache Atmung hebt und senkt sich das Zwerchfell nur gering, was sich wiederum ungünstig auf die Funktion innerer Organe und Körperprozesse auswirkt. Da der Organismus mit der Krebserkrankung schon genug zu kämpfen hat, sollte er zumindest ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

atmung-auf-bankMedizinisch betrachtet ist die wichtigste Aufgabe der Atmung die ausreichende Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und die Ausscheidung von Kohlendioxid. Bei der aktiven Inspiration (Einatmung) dehnt sich die Lunge aus, es gelangt frische, sauerstoffreiche Atemluft in die Alveolen (Lungenbläschen). Bei der überwiegend passiven Exspiration (Ausatmung) zieht sich die Lunge wieder zusammen und gibt verbrauchte (kohlendioxidreiche, sauerstoffarme) Luft ab.

Folgende Übung hilft, die Atmung zu vertiefen und zu entspannen. Am besten auf einer Bank im Freien. Führen Sie diese Übung jeden Tag fünf Minuten (gerne natürlich länger) durch:

  • Setzen Sie sich auf die vordere Kante eines Stuhls. Der Rücken ist gerade, die Füße stehen auf dem Boden, die Hände liegen locker auf den Oberschenkel.
  • Legen Sie Ihre Zunge locker auf den Mundboden und entspannen Sie die Kiefergelenke.
  • Senken Sie den Blick (die Augen bleiben geöffnet).
  • Beobachten Sie nun Ihren Atem wie er ein– und ausströmt. Lassen Sie die Atmung einfach fließen, ohne steuernd einzugreifen.
  • Richten Sie Ihre Wahrnehmung nach innen und beobachten Sie, wie sich Atmung und Körperempfinden verändern.
  • Um störende Gedanken besser auszuschalten, können Sie Ihre Atemzüge zählen, zum Beispiel: 1, 2, 3, 4, einatmen, 5, Atempause, 6, 7, 8, 9, 10, ausatmen.

Schneller Stressabbau

Wenn Sie zu wenig Zeit für die Atemübung haben, können Sie die „Lob-Übung“ machen:

Sie möchten schnell Stress abbauen und sich besser konzentrieren? Dann klopfen Sie sich selbst auf die Schulter, aufmunternd und lobend.

Bei Stress ist die rechte Gehirnhälfte sehr aktiv, die Linke hingegen nicht. Der Stress lässt sich besser verarbeiten, wenn Sie Zugriff auf beide Gehirnhälften haben. Die Lobübung bringt beide Seiten in Schwung – und es kostet Sie nur ein paar Sekunden.

Legen Sie die rechte Hand auf die linke Schulter und die linke Hand auf die rechte Schulter. Dann klopfen Sie sich, in einem angenehmen Takt, abwechselnd auf die Schultern.

Genießen Sie dieses Klopfen und versuchen Sie dabei, tief ein- und auszuatmen.

Viel Erfolg mit diesen Übungen wünscht Ihnen

Margret Ache

Autor

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Margret Ache
In ihrer Wahlheimat Schweden begegnete sie im Jahr 2008 erstmalig der Ernährungsform LCHF (Low Carb High Fat). Seit dieser Zeit beschäftigt sich die die gelernte Fachgesundheits- pflegerin und Gesundheits- und Entspannungspädagogin sehr intensiv mit dem Thema gesunde Ernährung. Insbesondere durch den Kontakt zu Dr. Annika Dahlqvist (der Begründerin dieser Ernährungsform in Schweden) ist Frau Ache stets auf dem neuesten Wissensstand.
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