Glossar

Wichtige Begriffe die im Zusammenhang mit Krebs und / oder Ernährung stehen finden Sie hier…

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Allergene

Allergene sind Auslöser einer allergischen Reaktion, bei der das Immunsystem beteiligt ist. Meist handelt es sich um spezielle Eiweißstoffe, die das Immunsystem zu einer überhöhten und / oder fehlgeleiteten Antikörperbildung anregen, etwa gegen an sich harmlose Nahrungsbestandteile aus Früchten, Gemüsen, Getreide- oder Milchprodukten.

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Ärztliche Aufsicht

Die Diätverordnung schreibt vor, dass vollständige und ergänzende bilanzierte Diäten nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden dürfen, d.h. der Arzt muss über die Diät informiert sein, damit er ggfs. ergänzende Maßnahmen verordnen oder empfehlen kann.

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Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide, also Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie kommen unter anderem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und in geringen Mengen in Milch vor.

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Bedarfsgerechte Ernährung

Eine bedarfsgerechte Ernährung kann bei bestimmten Erkrankungen stark von den üblichen Nahrungsgewohnheiten und Ernährungsempfehlungen abweichen, etwa durch eine veränderte Zusammensetzung oder Verarbeitung. Diätetische Fertiggerichte im Sinne der Diät-Verordnung müssen den besonderen Erfordernissen der Erkrankung, für die sie konzipiert wurden, gerecht werden.

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Diät

Der Begriff Diät bezeichnete ursprünglich eine gesundheitsförderliche Lebensweise. Heute wird er überwiegend für besondere Ernährungsformen verwendet: Diät-Mahlzeiten bzw. diätetische Lebensmittel unterscheiden sich von Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs durch ihre Zubereitung, Menge und/oder Zusammensetzung. Ihre Inhaltsstoffe und/oder ihre Zusammensetzung sind auf die Ernährung bestimmter Personengruppen zugeschnitten, etwa um das Körpergewicht zu reduzieren. Herstellung, Zusammensetzung, Werbung und Aufmachung diätetischer Fertiggerichte und Lebensmittel regelt die Diät-Verordnung.

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Diät, vollständige oder ergänzende bilanzierte

Eine “bilanzierte Diät” ist eine spezielle Form der Ernährung mit diätetischen Lebensmitteln, die besondere medizinische Zwecke erfüllen muss (§ 1, 4a, DiätV). Solche Diäten sind für Patienten konzipiert, deren Fähigkeit zur Aufnahme, Verdauung, Resorption, Verstoffwechslung oder Ausscheidung gewöhnlicher Lebensmittel, bestimmter in ihnen enthaltener Nährstoffe oder von Stoffwechselprodukten eingeschränkt, behindert oder gestört ist oder die einen sonstigen medizinisch bedingten Nährstoffbedarf haben. Vollständige bilanzierte Diäten können der alleinigen Ernährung dienen, während ergänzende bilanzierte Diäten sich nicht als einzige Nahrungsquelle eignen, sondern andere Lebensmittel und Speisen ergänzen. Bilanzierte Diäten müssen sicher und wirksam sein und dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.

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Diätetische Fertiggerichte

Gerichte, die besonderen Ernährungszwecken dienen und den Anforderungen der Diät-Verordnung entsprechen müssen.

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Eiweissreich

Ernährungsform oder Speisen, die 1,2 bis 2 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht liefern.

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Energiereich

Lebensmittel und Speisen mit möglichst vielen Kalorien bei möglichst geringem Volumen (hohe Energiedichte), wichtig für unterernährte und / oder mangelernährte Menschen.

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Ergänzende bilanzierte Diät

Eine “bilanzierte Diät” ist eine spezielle Form der Ernährung mit diätetischen Lebensmitteln, die besondere medizinische Zwecke erfüllen muss (§ 1, 4a, DiätV). Solche Diäten sind für Patienten konzipiert, deren Fähigkeit zur Aufnahme, Verdauung, Resorption, Verstoffwechslung oder Ausscheidung gewöhnlicher Lebensmittel, bestimmter in ihnen enthaltener Nährstoffe oder von Stoffwechselprodukten eingeschränkt, behindert oder gestört ist oder die einen sonstigen medizinisch bedingten Nährstoffbedarf haben. Vollständige bilanzierte Diäten können der alleinigen Ernährung dienen, während ergänzende bilanzierte Diäten sich nicht als einzige Nahrungsquelle eignen, sondern andere Lebensmittel und Speisen ergänzen. Bilanzierte Diäten müssen sicher und wirksam sein und dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.

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Fettreich

Lebensmittel und Speisen mit einem gegenüber den üblichen Empfehlungen erhöhten Fettanteil. Fettreiche Lebensmittel wie vollfette Milchprodukte und Käse, Nüsse, Öle, fette Fische und Fleischwaren eignen sich besonders für (streng) kohlenhydratarme Kostformen wie z. B. eine ketogene Diät. Wichtig ist auch hierbei die Fettqualität: neben gesättigten sollten vor allem einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren bevorzugt werden.

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Gentechnisch veränderte Zutaten

Lebensmittel, die selbst gentechnisch verändert sind, wie etwa Genmais, gibt es derzeit nicht auf dem deutschen Markt. Allerdings können Zutaten wie Mehle, Stärken oder Öle aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnen werden. Solche Zutaten sind kennzeichnungspflichtig, auch wenn sie keinerlei gentechnisch veränderte Bestandteile aus der Ursprungspflanze enthalten, wie etwa Sojaöl aus gentechnisch veränderten Sojapflanzen. Da die Warenströme nicht immer völlig getrennt fließen, kann es auch bei herkömmlichen Produkten zu zufälligen Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Zutaten kommen. Gehalte von bis zu 0,9% sind laut Gesetz deklarationsfrei, sofern die Beimischung zufällig oder technisch unvermeidbar ist.

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Glutenfrei

Gluten ist der Oberbegriff für verschiedene Klebereiweiße, die u. a. in Roggen, Gerste und Weizen vorkommen, jedoch von vielen Menschen nicht vertragen werden. Als glutenfrei dürfen Lebensmittel und Speisen deklariert werden, wenn sie nicht mehr als 20 Milligramm Gluten pro Kilo enthalten.

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Insulin

Insulin ist das wichtigste aufbauende (anabole) Hormon des Körpers. Gebildet in der Bauchspeicheldrüse, regelt es die Verwertung von Zucker, Fetten und Eiweißen aus der Nahrung

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Insulinresistenz

Insulin ist das wichtigste aufbauende (anabole) Hormon des Körpers. Gebildet in der Bauchspeicheldrüse, regelt es die Verwertung von Zucker, Fetten und Eiweißen aus der Nahrung. Wirkt es aufgrund von Stoffwechselproblemen nicht mehr richtig, spricht man von Insulinresistenz. Sie ist bei Typ-2-Diabetes sehr häufig. Allerdings können auch Krebszellen die Insulinwirkung stören und zu einer tumorinduzierten Insulinresistenz führen. In der Folge ist vor allem der Zuckerstoffwechsel gestört.

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Kachexie

Unter dem Begriff Kachexie versteht man einen pathologischen Gewichtsverlust. Den meist stark ausgeprägten Gewichtsverlust im Rahmen fortgeschrittener Tumorerkrankungen nennt man Tumorkachexie. Bei einer Kachexie kommt es nicht nur zu einem vollständigen Abbau der Speicherfettdepots, sondern zu einem Gewebeschwund mit einem schrittweisen Funktionsausfall der Organe.

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Ketogene

ERNÄHRUNG streng kohlenhydratarme Ernährungsweise (maximal 50 g täglich), bei der die Leber so genannte Ketone oder Ketonkörper bildet, die der Energieversorgung und dem Zellschutz dienen.

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Ketone / Ketonkörper

Ketone oder Ketonkörper entstehen in der Leber aus Fettsäuren: bei Kaloriendefizit aus abgebauten Körperfett, bei stark kohlenhydratreduzierten, fettreichen Kostformen auch aus dem Nahrungsfett. Ketone sind sehr effektive Energielieferanten für fast alle Körperzellen einschließlich der Hirnzellen.

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Kohlenhydratarm

Ernährung mit deutlich reduzierter Kohlenhydratmenge (engl.: Low Carb). Strenge Formen wie die ketogene Kost erlauben meist 20 g bis 50 g Kohlenhydrate täglich, bei moderaten Formen können etwa 50 g bis 130 g Kohlenhydrate täglich verzehrt werden. Die durchschnittlich übliche Kost enthält in der Regel 200 g bis 350 g Kohlenhydrate.

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Kohlenhydrate

Einer der drei energieliefernden Nährstoffe. Im Gegensatz zu bestimmten Fett- und Eiweißbausteinen sind Kohlenhydrate jedoch nicht essenziell. Das heißt, sie müssen nicht zwangsläufig gegessen werden, weil der Körper die benötigte Menge selbst bilden kann. Um bei kohlenhydratarmer Kost dennoch ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe aufzunehmen, ist eine gezielte Auswahl wichtig, z. B. Blattsalate statt Kartoffelsalat, Spinat statt Erbsen, Nüsse statt Vollkorngetreide, Avocados statt Bananen.

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Laktosefrei

Kennzeichnet Lebensmittel und Speisen, die praktisch keinen Milchzucker enthalten und daher für Menschen geeignet sind, die keine oder nur wenig Laktose vertragen.

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LOGI-Methode

LOGI steht für "Low Glycemic and Insulinemic" Diet, ("niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel") und stellt eine Kohlenhydrat reduziert Ernährungsform dar. Wer sich nach dieser Methode ernährt, vermeidet starke Blutzuckerschwankungen und -spitzen, und auch der Insulinspiegel im Blut bleibt relativ niedrig. In Deutschland wurde sie von dem Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Nicolai Worm angepasst und erstmals 2003 in Buchform veröffentlicht.

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Low Carb

Ernährung mit deutlich reduzierter Kohlenhydratmenge (engl.: Low Carb). Strenge Formen wie die ketogene Kost erlauben meist 20 bis 50 g Kohlenhydrate täglich, bei moderaten Formen können etwa 80 bis 130 g Kohlenhydrate täglich verzehrt werden. Die übliche Kost enthält in der Regel 200 bis 350 g Kohlenhydrate.

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Mangelernährung

Eine Mangelernährung kann die Menge oder die Zusammensetzung des Essens betreffen, also durch eine zu geringe Kalorienzufuhr und / oder durch eine unausgewogene Nährstoffzufuhr hervorgerufen werden. Auch bei Übergewicht kann man mangelernährt sein, etwa wenn die Nahrung zu wenig Eiweiß, Fette, Vitamine oder Mineralstoffe liefert.

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Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nahrungsbestandteile, die in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommen. Der menschliche Organismus kann sie nicht selbst herstellen, sie müssen ihm mit der Nahrung zugeführt werden. Neben Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sowie Vitaminen benötigt der Mensch Mineralstoffe, um Stoffwechselvorgänge zu regulieren. Mineralstoffe spielen unter anderem eine große Rolle im Elektrolyt- und Wasserhaushalt, sind für das Immunsystem sowie für den Aufbau und die Funktion von Knochen, Muskeln und Zähnen unverzichtbar.

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Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind eine besondere Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die im Körper wichtige Aufgaben erfüllen. Besonders effektiv sind Omega-3-Fettsäuren aus Kaltwasserfischen wie Hering, Lachs oder Makrele. Im Essen sollte das Verhältnis der Omega-3-Fettsäuren zu ihren Gegenspielern, den Omega-6-Fettsäuren, nach heutiger Erkenntnis über 1 : 5 liegen.

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Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren sind eine besondere Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die im Körper wichtige Aufgaben erfüllen. Da sie den Omega-3-Fettsäuren entgegenwirken können, ist das Verhältnis der beiden Fettgruppen wichtig. Im Essen sollten nach derzeitigem Kenntnisstand höchstens fünfmal so viele Omega-6- wie Omega-3-Fettsäuren sein, was jedoch häufig nicht zutrifft.

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Onkologische Erkrankungen

Krankheiten, die mit der Bildung von (bösartigen) Geschwulsten einhergehen; im engeren Sinne also Krebserkrankungen.

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Reich an Eiweiss

Ernährungsform oder Speisen, die 1,2 g bis 2 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht liefern.

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Tumorassoziierte Insulinresistenz

Insulin ist das wichtigste aufbauende (anabole) Hormon des Körpers. Gebildet in der Bauchspeicheldrüse, regelt es die Verwertung von Zucker, Fetten und Eiweißen aus der Nahrung. Wirkt es aufgrund von Stoffwechselproblemen nicht mehr richtig, spricht man von Insulinresistenz. Sie ist bei Typ-2-Diabetes sehr häufig. Allerdings können auch Krebszellen die Insulinwirkung stören und zu einer tumorassoziierten Insulinresistenz führen. In der Folge ist vor allem der Zuckerstoffwechsel gestört.

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Unter ärztlicher Aufsicht

Die Diätverordnung schreibt in §14 vor, dass vollständige und ergänzende bilanzierte Diäten nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden dürfen. Informieren Sie daher bitte Ihren Arzt, damit er Ihnen ggf. ergänzende Maßnahmen empfehlen oder verordnen kann.

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Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige Nahrungsinhaltsstoffe, die der Körper nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamine greifen in den Stoffwechsel ein, unterstützen bestimmte Körperfunktionen und übernehmen Schutzfunktionen. Ein Vitaminmangel sowie ein Übermaß an Vitaminen können zu Krankheiten oder Komplikationen führen. Eine gesunde Ernährung reicht in der Regel aus, um den Körper mit einer ausreichenden Menge an Vitaminen zu versorgen. Bei bestimmten Krankheiten müssen Vitamine als Nahrungszusatz eingenommen werden.

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Zusatzstoffe

Zusatzstoffe werden beim Herstellen oder Behandeln von Lebensmitteln absichtlich zugesetzt, aus technologischen oder aus diätetischen Gründen. Typische Beispiele sind Farbstoffe, Verdickungs- oder Konservierungsmittel aber auch manche Vitamine, Mineralstoffe und künstliche Aromen.

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